201509_04

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich hatte ich mir vorgenommen meinen Blog regelmäßig zu füttern. Ja, eigentlich. Wie das so ist mit Plänen und kleinen Kindern – ich denke, Ihr kennt das. Wenn man sich etwas fest vor nimmt kommt oft noch etwas dazwischen. Die letzte Woche hatte ich schlichtweg keinerlei Zeit zum Schreiben. Es ist also nicht so, dass hier nichts passiert – im Gegenteil!

Unsere kleine Maus ist eigentlich ein sehr entspanntes und ausgeglichenes Baby. Sie hat von Geburt an nachts unglaublich gut geschlafen! Ich bin ein Mensch, der nachts Schlaf braucht, ganz ehrlich. Von daher bin ich da auch sehr dankbar für. Das heißt, bisher sie hat nachts wirklich geschlafen – also bis auf ihre 2-5 Stillmahlzeiten, die ich hier nicht erwähne, weil das einfach normal, wichtig und gesund so für Babys ist! Aber die letzte Woche war dann doch echt anstrengend…

Und jetzt? Jetzt hat unsere Kleine seit etwa einer Woche einen riesigen Entwicklungsschub, Wachstumsschub – wie auch immer man es nennen mag. Ich bin ja nicht so dafür Kinder in irgend welche Schubladen zu stecken. Aber da passiert gerade einfach enorm viel. Jedenfalls entwickelt sich unser Mäuschen gerade rasend schnell und ist dementsprechend verunsichert und verständlicherweise auch etwas durcheinander. Ich kann ihr ihre Verwirrung und Verunsicherung regelrecht ansehen.

 

Schlaflose Nächte

Das bedeutet für mich dann neuerdings (ok, ganz so neu ist das jetzt auch nicht – nur für Kind 3 eben ungewohnt) auch schon mal um 2:30 Uhr mit ihr auf zu stehen, weil sie es im Bett gerade totaaal langweilig findet und sich lieber lautstark und fröhlich mit mir unterhalten möchte. Für den Rest der Nacht. Dass die Nacht ab dann ganz für mich vorbei ist, weil ich noch zwei größere Kinder habe brauche ich jetzt nicht extra erwähnen, oder? 😉 *gähn* sag‘ ich Euch. Mein Kaffeekonsum ist ein wenig gestiegen.

Glücklicherweise kommen wir mithilfe des Tragens auch an solchen anstrengenden Tagen echt gut so einigermaßen durch den Tag.

Aber ganz so einfach ist das mit dem Tragen hier jetzt auch nicht mehr. Nein, vor dem Bauch getragen werden ist doof. Das Känguru, was ich bisher wirklich wunderbarst binden durfte wird zerhüpft. Mein Würmchen windet sich buchstäblich wie ein Wurm aus dem Tuch und stemmt ihre Fäustchen gegen mich. Hä?

Will mein Baby jetzt plötzlich nicht mehr getragen werden!? 

Viele Eltern kennen das.

Immer wieder wird mir erzählt: „Mein Kind will nicht (mehr) getragen werden!“ oder „Mein Kind möchte das mit dem Tragen ja nicht so. Ich würde es schon ganz gerne tragen, aber es klappt nicht wirklich.“.

Und jetzt erlebe ich es tatsächlich wieder einmal selbst: Wenn ich sie einbinde wehrt sie sich energisch. Das machen übrigens ganz viele Kinder im Alter ab 12 Wochen.

 

Woran es u.a. liegt, dass viele Kinder sich ab einem gewissen Alter gegen das Tragen wehren

Natürlich kann es noch viel mehr Gründe haben, warum Dein Baby sich gegen das Tragen wehrt oder weint. Es kann beispielsweise sein, dass die Tragehilfe nicht optimal eingestellt ist und unangenehm drückt. In jedem Falle sollten körperliche Beschwerden und Ursachen ausgeschlossen werden.

Fakt ist: dass sich viele Kinder ab etwa 12 Wochen gegen das Tragen in einem Tuch oder einer Tragehilfe wehren liegt unter anderem häufig daran, dass die Kleinen mit etwa 12 Wochen einen bahnbrechenden Entwicklungssprung machen, was ihre Sehkraft angeht. Sie erwerben erstmals die Fähigkeit ihre Augen sowohl auf Gegenstände in der Nähe als auch solche in der Ferne scharf stellen zu können. Wer gerade diese tolle Fähigkeit erworben hat möchte dann natürlich auch viel mehr sehen! Viele Tuchbindeweisen oder Tragehilfen bieten den Kleinen vor dem Bauch allerdings nur begrenzte Sicht.

Hinlegen wiederum lassen sich viele Kinder aber dennoch nur für eine gewisse Zeit. Das angeborene Nähe- und Sicherheitsbedürfnis ist eben nach wie vor da. Der Mensch ist ein Tragling und das Tragen ein Grundbedürfnis Deines Kindes. Beim einen Kind ist es stärker, beim anderen Kind schwächer ausgeprägt. So individuell wie jeder einzelne Mensch nunmal ist.

Schön und gut. Und was nun? Auf dem Arm herum tragen? 

Nein, Du brauchst Dein Kind jetzt nicht pausenlos auf dem Arm herum tragen. Das wird irgendwann einfach irre anstrengend. Rückenschmerzen sind fast schon vorprogrammiert.

 

Und was dann?

Versuche doch stattdessen, Dein Kind auf der Hüfte oder (in Tragehilfen bitte erst bei guter Kopfkontrolle!) auf dem Rücken zu tragen. Verzage nicht, wenn Dein Kind es beim ersten Versuch nicht ganz so toll findet. Bitte vergesse nicht: Auch Dein Baby muss sich zunächst an das neue Tragegefühl gewöhnen! Übe nur, wenn Ihr beide gerade entspannt seid. Und am besten mit einer zweiten Person im Background – damit fühlst Du Dich vielleicht etwas sicherer. Dein Kind wird das spüren und ebenfalls entspannter dabei sein. Ihr findet für Euch ganz bestimmt eine passende Lösung…

Wenn nicht, bin ich Euch gerne behilflich dabei. Ich habe jetzt zwar allerhand zu tun mit meinen 3 Kindern, aber ich nehme mir trotzdem sehr gerne Zeit nur für Euch!

Auf Wunsch besuche ich Euch gerne auch wieder bequem bei Euch zu Hause. Egal ob Wetzlar, Leun, Burgsolms, Braunfels, Schöffengrund, Kölschhausen, Hüttenberg, Naunheim oder aber auch in einer ganz anderen Ecke des Lahn-Dill-Kreis (und näherer Umgebung).

Übrigens: Meine Kleine findet das Tragen auf dem Rücken momentan auch noch etwas komisch und ist verunsichert. Aber schon ganz bald wird sie sich richtig daran gewöhnt haben und die tolle neue Aussicht genießen… und ich habe die Hände noch mehr frei! 😉

Wie ist oder war das denn bei Euch?

 

Viele Grüße
Katrin

 

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